BMWi auf Mission E

Wie können wir unseren Energieverbrauch senken, am Arbeitsplatz wie zuhause? Das war die zentrale Frage bei der Energieeffizienzwoche im Bundeswirtschaftsministerium Mitte Februar. Licht aus, Bildschirm aus, Zentralschalter aus: Mit so einfachen Maßnahmen lässt sich viel erreichen – und mit gutem Beispiel vorangehen.

Der Infostand vor der Cafeteria.Der Infostand vor der Cafeteria in Berlin - hier gab es eine Woche lang Stromspartipps und mehr. © BMWi / Susanne Eriksson

Der Energieverschwendung vorbeugen, zum Energiesparen motivieren, darum ging es bei der Aktionswoche vom 15. bis 19. Februar. Elf Teams waren dafür am Standort Berlin unterwegs, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern direkt am Arbeitsplatz zu zeigen, wie sie ihren Strom- und Wärmeverbrauch reduzieren können. Diese Maßnahmen machen es möglich: Licht aus, Bildschirm aus, PC aus, Zentralschalter aus, ggf. Heizung runterdrehen – bei mehr als 1.000 Beschäftigten in Berlin und einer entsprechenden Anzahl an Büros kommt da ein erhebliches Einsparpotenzial zusammen.

Zugleich bot die Verbraucherzentrale Workshops und Einzelberatungen unter dem Motto "Die zweite Miete senken" an, in denen zu erfahren war, wie die Nebenkosten für Strom und Wärme zuhause reduziert werden können. Oft bringt bereits der Einsatz eines Strommessgerätes Erstaunliches zutage: Wer weiß schon, dass moderne Waschmaschinen mit elektronischer Steuerung auch dann Energie brauchen, wenn sie gar nicht waschen? Dass ein günstig erworbener Toaster 13 Watt pro Stunde frisst, ohne dabei zu toasten? Oder dass Laptop, Tablet, Flachbildschirm und Co., also die ganze "Heimelektronik", viel mehr Strom verbrauchen als ein Kühlschrank?

Einsparungen von 15 bis 20 Prozent sind möglich

Ziel der Aktionswoche war nicht nur, das Bewusstsein für Energieeffizienz zu verbessern, sondern auch eine sichtbare Senkung des Stromverbrauchs und damit auch der klimaschädlichen Emissionen und Kosten. Das Einsparpotenzial durch verändertes Nutzerverhalten ist schließlich groß: Für Bürogebäude konnten im Bereich Strom schon bis zu 15 Prozent, bei der Wärme bis zu 20 Prozent Reduzierung des Gesamtverbrauchs nachgewiesen werden.

Die bisher größte Veranstaltung unter dem Motto "Mission E"

Die Woche stand unter dem Motto "Mission E". E wie Energie, Einsparen, Effizienz, Emissionen – und nicht zuletzt Engagement. Entwickelt hat dieses Motto der "Vermieter" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. So ist die Veranstaltung im BMWi auch nicht die erste dieser Art, wohl aber die bisher größte - so wie es sich gehört für ein Ministerium, das "Energie" in seinem Namen führt. Eingebunden waren die Fachabteilungen im Haus, die täglich an der Umsetzung der Energiewende arbeiten.

Nächste Woche wird auch am Standort Bonn eine Effizienzwoche durchgeführt.